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Die Grünen und Balkonkraftwerke

Die heimlichen Gewinner der Energiekrise scheinen die Balkonkraftwerke zu sein. Auch die Grünen empfehlen vermehrt die kleinen PV-Anlagen zur Stromerzeugung im heimischen Garten. Immer mehr Ortsgruppen gehen dabei besondere Wege, um den Einbau der Mini-Solaranlagen zu fördern.

 

Was tun die Grünen in Sachen Balkonkraftwerke?

Neben steigenden Temperaturen und Extremwetterlagen treiben einem auch die zunehmenden Energiepreise Sorgenfalten auf die Stirn. Daher sollen nun auch Balkonkraftwerke, so die Grünen, mit in das Förderprogramm der Solarthermie aufgenommen werden. Jedoch handelt es sich hierbei um den Plan einer einzelnen Ortsgruppe. Inwieweit sich der Plan bundesweit durchsetzen wird, ist weiterhin fraglich. Begründet wird dieser Vorstoß mit dem voranschreitenden Klimawandel und erhöhtem Strombedarf. Daher müssen alle möglichen Maßnahmen ergriffen werden, um die Energiewende voranzutreiben. Mit Balkonkraftwerken, so die Grünen, könnten aber auch Mieterinnen und Mieter ihren eigenen Strom erzeugen. Davon profitiert nicht nur der eigene Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. So könnten die mehreren tausend Mieter ohne Wohneigentum durch Mini-PV-Anlagen einen Anreiz bekommen, auch ihren Beitrag zur Energiewende zu leisten.

 

Die Grünen und Balkonkraftwerke

Balkonkraftwerke: Die Grünen wollen Ausbau fördern

Dafür haben die Grünen in vielen Städten Deutschlands inzwischen verschiedene Fördertöpfe für Mini-PV-Anlagen für den Balkon beantragt. Denn mit den kleinen Solaranlagen für die Steckdose kannst Du, je nach Aufstellort und Wetterlagen im Jahr bis zu 550 Kilowatt Strom erzeugen. Damit leisten die Anlagen einen beachtlichen Anteil bei der Grundversorgung im eigenen Haushalt. Nach spätestens 6 Jahren haben sich die Balkonkraftwerke amortisiert. So wollen die Grünen den Ausbau beispielsweise in

  • Malsch,
  • Friedberg,
  • Nördlingen,
  • Braunschweig,
  • Freiburg,
  • Moers,
  • Stuttgart,
  • Wesel,
  • Darmstadt,
  • Willich oder
  • München vorantreiben.

Um den Anreiz zu vergrößern, haben die Grünen in der Stadt Willich einen Antrag auf die Errichtung eines Fördertopfs gestellt, um private Balkonkraftwerke künftig bezuschussen zu können.

 

Balkonkraftwerke: Das neue „Erneuerbare Energien Gesetz“

Kleine PV-Anlagen mit nicht mehr als 20 kW Leistung für den heimischen Balkon oder Garten können, nach dem neuen Gesetz für erneuerbare Energien, ab dem 01. Januar 2023 ebenfalls gefördert werden. Dafür ist lediglich ein Nachweis erforderlich, dass das eigentliche Hausdach nicht für eine normale Photovoltaikanlage geeignet ist. Die genauen Vorgaben diesbezüglich werden in einer Zusatzverordnung, die noch zu erlassen ist, geregelt. Außerdem soll auch der Netzanschluss bei den zuständigen Netzbetreibern für die Balkonkraftwerke vereinfacht werden, fordern die Grünen. So soll fortan für Mini-Solaranlagen bis 30 kWp eine einfache Anmeldung über das Webportal des jeweiligen Netzbetreibers genügen. Für die Inbetriebnahme muss dieser dann nicht mehr vor Ort kommen. Lediglich seine schriftliche Zustimmung ist dann noch erforderlich.

 

Darum fördern die Grünen Balkonkraftwerke

Mit einem Stecker-Solargerät kann ein jeder Haushalt effektiv mit der Sonnenenergie Strom erzeugen und damit den Verbrauch des herkömmlich erzeugten Stroms (oft Kohle- oder Atomstrom) aus der Steckdose reduzieren. Die kleinen Photovoltaiksysteme können problemlos an die Balkonbrüstung oder auf einem Garagendach montiert werden. Dabei fließt der Strom aus dem Balkonkraftwerk über einen Wechselrichter in die Steckdose und versorgt von dort Fernseher, Kühlschrank und Waschmaschine. Sobald der Sonnenstrom fließt, wird automatisch weniger Strom des eigentlichen Netzbetreibers gezogen. Die Grünen befürworten Balkonkraftwerke, da allein eine Mini-Anlage in 20 Jahren rund 2,5 Tonnen CO2-Ausstoß einsparen können.


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